Alternative zum Außenbogen (Headgear)

Immer dann, wenn Zähne oder Zahngruppen bewegt werden sollen, benötigt man eine Verankerung. Eine verlässliche Verankerung ist sicherlich einer der schwierigsten Aufgaben in der Kieferorthopädie.

Apparaturen wie der Headgear (Außenbogen), oder die Gesichtsmaske können als Verankerung eingesetzt werden. Werden diese, oft als lästig empfundenen Geräte, jedoch nicht ausreichend getragen, so wird das Behandlungsziel nicht erreicht. 

Platzmangel 

Bei ausgeprägten Platzmangelsituationen kann z.B. bei Außenstand eines Eckzahns, durch Rückbewegung der Seitenzähne der notwendige Platz geschaffen werden, ohne dass gesunde Zähne gezogen werden müssen. Auch bei weit vorstehenden Frontzähnen kann so durch Rückbewegung der Seitenzähne Platz geschaffen werden, um eine ideale Frontzahnachsneigung im Oberkiefer einstellen zu können.

Insbesondere asymmetrischen Verzahnungen gelten in der Kieferorthopädie als schwierig zu therapieren. Auch kann mit dem Beneslider gezielt eine asymmetrische Situation in eine symmetrische Verzahnung der rechten und linken Kieferhälften überführt werden. Dadurch dass keine Abstützung im Gegenkiefer oder an den Frontzähnen notwendig ist, können Seitenzähne isoliert bewegt werden, was zu einer besseren Ergebnisqualität und langfristigen Stabilität führt.

Wir sind davon überzeugt, dass eine state-of-the-art Kieferorthopädie mit dem Anspruch einer optimalen Ergebnisqualität ohne Verankerungsgeräte wie dem Beneslider nicht umzusetzen ist.

Der „Beneslider“ ist aufgrund der Lage am Gaumen von außen komplett unsichtbar und das Sprechen, sowie alle anderen Funktionen des Mundraumes, werden nicht eingeschränkt.

Die Apparatur wirkt 24 Stunden am Tag und erreicht nach 9 Monaten 4-6mm Platzgewinn, viel mehr als ein halbtägig getragener Außenbogen je erreichen könnte.

Lückenschluss im Oberkiefer

Alternativ können auf dieser Leitschiene auch Zähne nach vorne bewegt werden, um z.B. einseitig eine Lücke durch die hinteren Backenzähne zu schließen. Dies ist bei Nichtanlage von Front- oder Backenzähnen oder Verlust eines Backenzahnes sinnvoll.

Schwierige Bewegungen und Grenzen

Vertikale Bewegungen zum Schließen eines offenen Bisses, oder eine nicht-zahngetragene Gaumenahterweiterungsapparatur sind in ähnlicher Konfiguration möglich und erweitern das Behandlungsspektrum über bisherige Grenzen hinweg. Sie verkürzen die Gesamttherapierzeit erheblich und reduzieren so das Entmineralisationsrisiko, das mit längeren Behandlungszeiten und einer festen Zahnspange (Brackets) steigt.